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DR. MARIANA BOZESAN – CLUB OF ROME FULL MEMBER

Sie sind Vollmitglied des „Club of Rome“. Der „Club of Rome“ wurde 1968 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Experten verschiedener Disziplinen aus mehr als 30 Ländern. Die gemeinnützige Organisation setzt sich für eine nachhaltige Zukunft der Menschheit ein. Das Ziel des „Club of Rome“ sind, die wichtigsten Zukunftsprobleme der Menschheit und des Planeten durch holistische, interdisziplinäre und langfristige ausgerichtete Forschung zu identifizieren, alternative Zukunftsszenarien und Risikoanalysen zu evaluieren, praktische Handlungsoptionen zu entwickeln und vorzuschlagen. Im Jahr 1972 veröffentlichte „Club of Rome“ den Bericht „Die Grenzen des Wachstums“/ „The Limits to Growth“ und erlangte dadurch eine große, weltweite Beachtung. In der Studie geht es um die Zukunft der Weltwirtschaft.

Wann sind Sie dem „Club of Rome“ beigetreten und was waren Ihre Beweggründe?

Dem „Club of Rome“ kann man nicht beitreten. Man wird dazu berufen, wenn man es sich verdient hat zu den 100 weltweiten Mitgliedern zu gehören. Das ist eine große Anerkennung. Es ist eine Ehre dazu einberufen zu werden. Mitglieder sind Staatsmänner und -frauen, Königinnen und Könige, die sich für die Menschheit einsetzen. Ich bin 2012 eingeladen worden dem Club beizutreten. Aufgrund meiner Arbeit mit Kapital die Welt zu verändern und u.a. Themen, wie Klimawandel hat mich der „Club of Rome“ kontaktiert.

„Die Zusammenhänge einer wertschöpfenden Weltwirtschaft“ ist ein sehr komplexes Thema. Vor allem, wenn es um eine nachhaltige Nutzung unserer Rohstoffe und Erdschätze geht. Was sind, Ihrer Meinung nach, die tragenden Säulen, die es gilt auszubauen, um einen globalen Handel in Zukunft im Gleichgeweicht zu halten, wettbewerbsfähig zu bleiben und dennoch ökologisch zu sein?

Die Antwort dazu ist außerordentlich komplex, weil es um exponentiell wachsende Probleme in einer globalen Welt geht. Wir agieren lokal, aber unsere Wirtschaft ist global. Es gibt, wissenschaftlich nachgewiesen, neun planetare Grenzen, dazu gehört z.B. der Klimawandel. Das ist aber nur eine der neun. Weitere Aspekte sind die Versorgung mit Wasser, mit trinkbarem Wasser, die Biodiversität, die Ozeane, der Fluss des Stickstoffes und anderer Chemikalien, die gestört sind.Deswegen rächt sich die Erde, d.h. wenn wir weiter leben wollen, dann müssen wir etwas ändern. In drei der neun Bereiche haben wir bereits das Betriebssystem der Erde sehr, sehr tief verletzt und daher mit dem Klimawandel zu kämpfen. Laut Wissenschaftlern, und dazu gehöre ich, wie auch der „Club of Rome“, haben wir nur noch 10 Jahre Zeit unser Wirtschaftssystem so aufzustellen, dass wir zurückgehen in ein Betriebssystem der Erde, wo die Erde für uns sorgen kann. Im Moment verstoßen wir erheblich gegen dieses System! Ich kann in diesem Zusammenhang einen sehr guten Film auf Netflix empfehlen, dieser heißt: „Breaking Boundaries“. Sir Attenborough und Johan Rockström sind beide Mitglieder im internationalen „Club of Rome“, und agieren in den Hauptrollen des Films. Sie erklären ganz genau, was wir eigentlich tun müssen, damit wir überleben können. Es geht darum, dass wir die nächsten 10 Jahre alle Systeme, nicht nur Wirtschaft, sondern auch Bildung und alles was dazu gehört, so einstellen, dass wir überleben können.

Der Klimawandel wird uns wohl noch eine ganze Weile beschäftigen. Oft suchen wir die Ursache mit Methoden im „Außen“, wie den Ausbau von erneuerbaren Energien und der Vermeidung von nicht biologisch abbaubaren Materialien, zu bekämpfen, was erstmal gut ist. Aber wenige Wissenschaftler trauen sich die Frage nach dem „Warum? “ zu stellen. Wäre ich ein Philosoph würde ich jetzt sagen – Nicht „Was“ bringt unseren Planeten zum Zerfall, sondern „Warum“  zerfällt er. Sind Sie der Meinung, dass es einen Zusammenhang unserer menschlichen, noch unerforschten, neuronalen Fähigkeiten und den „Umwelteinflüssen“, wie dem Abbau von CO2 gibt?

Wenn wir auf der Erde leben wollen, ist es wichtig, dass wir unsere Denkweise ändern. Die Denkweise, die auf Angst aufbaut, auf Raubbau, auf eine egozentrisch geführte Angst, führt zu der Zerstörung der Erde, die wir heute haben. Es liegt daran, dass wir das Verständnis in der Masse nicht haben, dass wir ein Teil der Natur sind und mit der Natur zusammenarbeiten müssen, wenn wir überleben wollen. Wir haben uns sehr vermehrt auf der Erde, wir gehen auf die acht Mrd. zu. Wissenschaftler sagen uns, dass wir wahrscheinlich die Bevölkerung auf der Erde – natürlich ausgelöst durch den Klimawandel, aber auch durch Erkenntnis und durch die Tatsache, dass die Politik die jungen „SDGs (Sustainable Development Goals)“ voran gebracht haben, untermauert durch die Familienplanung, durch die „Economic Empowerment of Woman“, – reduzieren müssen. Das sind die Ansatzpunkte die dazu führen können, tatsächlich die Erde wieder in ein Betriebssystem zu versetzen, wo sie für uns sorgen kann. Es hat eher mit der Einstellung zu tun, also mit Psychologie oder mit Neurologie, dass wir ein Verständnis entwickeln. Wir leben nicht alleine, sondern in einer Gemeinschaft und zwar nicht in einer lokalen ethnologisch, also Bayern, Deutschland oder Europa, sondern in einer Welt, in einer globalen Wirtschaft, in der wir alle voneinander abhängig sind und dementsprechend füreinander sorgen müssen.

Sie sind Co-Founder und General Manager der „AQAL Capital GmbH“ und President der „AQAL Foundation“. Ihr Unternehmen investiert ausschließlich in nachhaltige Start-Ups. Sie sind der tiefen Überzeugung, dass auch mittels Ihrer Angel Investments ihre Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN umgesetzt werden müssen. Die Rede ist von einer Investmentwende nach dem Leitprinzip der Gleichwertigkeit von Mensch, Planet und Erfolg (People, Planet, Profit – PPP). Können Sie genauer erläutern was man unter „PPP“ versteht? Was bedeute eine Gleichwertigkeit zwischen Mensch, Planet und Erfolg wirklich bei der Umsetzung?

Also „AQAL“ steht für „Integral“, es ist ein anderes Wort für Integral, welches in meinem Buch „Integral Investing“ wiederzufinden ist. Das ist das, wofür ich stehe und wofür ich mich einsetze. Dieses Buch ist ein vom „Club of Rom“ akzeptierter Bericht, was nicht einfach ist, akzeptiert zu bekommen. Die  „World Health Organisation“ (WHO) hat das Buch sogar als „Significant Contribution“ zur Lösung der COVID-Krise aus der „Early Stage Investing, Entrepreneurship“ – Perspektive benannt, die ebenfalls online einzusehen ist. Man muss jetzt nicht unbedingt die über 80 € ausgeben, man kann die Informationen auch auf der Webseite einsehen. „AQAL“ steht für die integrale Anwendung von ganzheitlichen Kriterien bei der Bewertung und Umsetzung von „EarlyStageStarUps“, als „Entrepreneure“ der Unternehmen. Ich weise darauf hin, dass 90% aller Geschäfte kleine und mittlere Unternehmen sind. Das Problem das wir haben, ist das genau diese Unternehmen nicht die entsprechende Unterstützung bekommen um aufgebaut zu werden. Es hängt nicht von den großen Unternehmen ab, die Arbeitsplätze abbauen, sondern von den jungen Unternehmern, die Lösungen für den Klimawandel bieten und für die unethisch, exponentiell anwachsenden Technologien. Diese gilt es zu unterstützen. Das ist das Ziel von meinem Buch „  Integral Investing – From Profit to Prosperity“, das heißt weg von dem Irrglauben, dass wir Unternehmen ausbeuten können und es nur um Profitmaximierung geht, was zur Zeit das Standard-Bewertungskriterium für den Erfolg von Unternehmen gilt. Wir müssen die sogenannten Externalitäten (externe Effekte), den Inpact der wirtschaftlichen Aktivitäten auf die Erde und auf die Menschen münzen. Und daher ist das Motto, nicht drei „P‘s“, sondern sechs „P‘s“. Das ist die Parität, die Gleichwertigkeit. Profit ist nicht wichtiger als die Menschen und die Erde, sondern gleichberechtigt und das ist „Parity of People“, „Planet“, „Profit with Passion“ und „Purpose“. Hier geht es besonders um die Gedankenfestung, dass wir als Menschen hier auf Erden unsere Daseinsberechtigung genießen und mit einer positiven Haltung Dinge tun, denn das Innere hat einen Einfluss, wenn es darum geht auf die Wirtschaft positiv zu wirken. Das Motto sind diese Kriterien. Ich bin Wissenschaftlerin. Wir investieren seit fast 30 Jahren in „EaryStageCompanies“, außerordentlich erfolgreich, nachhaltig, auch finanziell. Es geht um den Nachlass, den wir Menschen hinterlassen, lange nachdem wir diese Welt verlassen haben. Ich habe selbst einen Sohn. Mein Mann und ich haben sehr viele Kinder unterstützt und ich möchte nicht, dass die Kinder deren Kinder sagen: „Mensch die hatten damals die Möglichkeit etwas zu tun um zu verhindern, dass das schlimmste auf der Welt  passiert, dass der schöne, blaue Planet zugrunde geht und sie haben nichts getan.“ Deshalb habe ich dieses Modell entwickelt. Das ist meine Arbeit der letzten 30 Jahre und dafür steht „AQAL“ (All Quadrants all Levels), basierend auf der integralen Theorie von Ken Wilders, ein weiser Mann, einer der klügsten Menschen auf der Welt. Die Investmentthese mit der wir Firmen aufbauen und mit der wir investieren und informieren, die These auf die wir uns berufen, wenn wir investieren. Die Kriterien, die wir zugrunde legen bei unseren Investments, werden davon abgeleitet. Sie sind weiterentwickelt und angewandt in der heutigen Wirtschaft.

Ihr erster Investmenterfolg war „CyberNetAG“, das erste öffentlich gehandelte Internetunternehmen in Deutschland und im Bereich Penumbra, Marktführer bei der Behandlung des akuten ischämischen Schlaganfalls. Die aktuellen Bereiche Ihrer Investments sind u.a. „NDC DATA Centers GmbH, München“, dessen Gründer Spyridon Linardakis ist. Dieses Unternehmen macht es Datencentern möglich durch ein patentiertes  Verfahren große Einsparungen bei Energiekosten für die Kühlung zu machen und Raum optimal auszukosten. Ebenfalls investierten Sie in „Surgitent GmbH, Hamburg“, das sterile Umgebungen für die Chirurgie in Entwicklungsländern baut. Außerdem sind Sie Mitglied von „Business Angels Netzwerken“ in Deutschland (BayStartUp) und in den USA und Investorin verschiedener VC Fonds. Gibt es einen speziellen Bereich in den Sie in Zukunft gerne investieren würden und in den Sie bisher noch nicht investiert haben?

CyberNetAG ist in der Tat die erste Deutsche Internet Aktie, das erste deutschlandweite Internetunternehmen, das den Internetzugang ermöglichte. Das war im Jahr 1997, als das Unternehmen an die Börse gegangen ist. Wir erkannten damals die Bedeutung vom Internet. Leider Gottes hat die Digitalisierung bis heute nicht in den maßen stattgefunden, wie es hätte stattfinden sollen. Das haben wir jetzt gesehen, auch im Bereich COVID. „Penumbra“ ist 2016 veröffentlicht worden. Das ist ein medizinisches Gerät, welches hilft ein Problem zu adressieren, dass bis dato nicht adressiert werden konnte, nämlich einen Gehirnschlag. „NDC“ ist ein Unternehmen in das wir investierten,  um Rechenzentren mit einem Nachhaltigkeitsziel in die Welt zu setzen. Das Problem bei der Digitalisierung ist, dass sehr viele Rechenzentren benötigt werden. Für die Kommunikation, alle Telekommunikationen, Telefon usw., finden über die Rechenzentren statt. Es werden zurzeit sehr viele Rechenzentren gebaut, weil man sie braucht. Das Problem, das durch traditionelle Rechenzentren entsteht ist, dass die Gebäude die aufgebaut werden, sehr viel CO2 produzieren. Zement und traditionelle Bauindustrie, also die Baumaterialien, produzieren 30% des CO2-Ausstoßes weltweit. Wir wollten im Bereich der Technologie auch eine Lösung anbieten und zwar ein Rechenzentren-Typ, der nicht mit Luft kühlt, sondern mit Wasser. Dadurch braucht man bis zu 60% weniger Baumaterialen beim Bauen selbst und bei der monatlichen Energieversorgung. Das ist ein ganz wichtiger Beitrag. Wenn jetzt Rechenzentren umstellen sollen auf Nachhaltigkeit, dann ist das unser Beitrag im Rechenzentrums-Bereich. Im Bereich „Surgitent“, haben wir ein Investment auf das wir auch besonders stolz sind. Es handelt sich um ein kleines Zelt, das aus der Luft herabgelassen wird. Genauer genommen ein steriles OP-Zelt. Damit kann man in Katastrophengebieten, z.B. in einigen Ländern Afrika’s, wo die Infrastruktur nicht vorhanden ist und wo die medizinische Versorgung nicht unmittelbar gemacht werden kann, agieren. In Kriegsgebieten kann man sie aus der Luft lassen und die Ärzte vor Ort können auch unter Anweisung steril operieren. Das hat auch einen hohen sozialen Effekt, nicht nur einen technologischen. Zurzeit ist es uns ganz wichtig, dass wir die Klimaziele erreichen. Zurück zu den planetaren Grenzen von denen ich gesprochen habe, die ein sicheres Betriebssystem für unsere Erde sicherstellen. Da gibt es viele Investmentmöglichkeiten, die mit Technologie gewährleistet werden können. Das ist mein Beitrag als Diplominformatikerin. Ich habe Informatik Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre und ebenfalls damals schon Psychologie und Resilienz studiert. Die exponentiell wachsenden Technologien spielen unter anderem bei künstlicher Intelligenz, auch wenn sie ethisch angewandt werden, eine außerordentlich große Rolle. Ebenfalls betrifft sie die weltweite Klimawandel-Thematisierung. Wir stehen vor der Aufgabe viele Bäume zu pflanzen, das ist die beste Art und Weise CO2 aus der Luft zu ziehen. Es gibt natürlich menschenentwickelte Systeme die das tun, aber nichts setzt es so gut um wie die Natur. Menschen können allerdings nicht so schnell pflanzen, wie es beispielsweise Drohnen tun würden und auch mit der Versorgung wird es nicht einfach, bis die Bäume entsprechend groß sind. Eine andere Anwendung von Technologie sind Roboter. Eines der größten Herausforderungen ist die Versorgung der Erde durch die Erwärmung der Ozeane. Das sind auch die Gründe für den Klimawandel, was dazu führt, dass die ganze Flora und Fauna in den Ozeanen stirbt. Ein wichtiger Indikator des ökologischen Gleichgewichts im Ozean sind z.B. Korallen. Sie kennen bestimmt das Korallensterben im Great Barrier Reef. Das ist eine Katastrophe, weil die Ozeane sich erwärmt haben. Die Wissenschaftler züchten Korallen, die mit einer wärmeren Wassertemperatur leben können. Das passiert durch genetische Veränderungen. Diese Korallen müssen wieder in die Ozeane gepflanzt werden, damit sie dort Flora und Fauna wiederherstellen. Das gewährleistet man mit Robotern, ein Hightechgerät, welches im Bezug auf den Klimawandel wichtig ist. Das sind Beispiele von Investments, die wir uns gerade anschauen.

Sie haben an der Stanford University und am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) studiert. Sie sind Diplominformatikerin in Künstlicher Intelligenz und Computerwissenschaft, sowie Doktorin der Psychologie der heutigen Sofia University in Palo Alto. Wenn es eine Schnittstelle im neuronalen Bereich des Menschen mit KI (künstliche Intelligenz) gibt, wie würde diese aussehen und inwieweit sehen Sie Bioengeneering moralisch vertretbar? In welchen Bereichen dient es, Ihrer Meinung nach, den Menschen und wo spielt die Forschung und Wissenschaft schlicht und einfach GOTT?

Es gibt auf jeden Fall Schnittstellen, auch in vielen anderen Bereichen, auch wenn wir sie noch nicht sehen. Elon Musk ist ein außerordentlich kluger und zukunftsorientierter Mensch, dem die Zukunft der Erde sehr am Herzen liegt. Er hat sich seit Jahrzehnten bereits auf den Weg gemacht um zu zeigen was wir als Gesellschaft eigentlich schon längst hätten tun sollen. Angefangen von Elektrofahrzeugen, die Zukunft sind, über „Solar City“, um zu zeigen wie wir die Energie unserer Städte nachhaltig gestalten können. Die Kraft der Sonne nutzen wir über Batterien für „Gigafaktories“ bis hin zu „Zunamic“ und „Neuralink“. Das sind Unternehmen,  die er ins Leben rief, weil er erkannt hat, dass der Mensch durch seine Sinne Dinge leichter aufnehmen kann, aber umgekehrt dies nicht funktioniert. Deshalb hat er sich dafür stark gemacht, dass es eine Verbindung geben soll, zwischen unserem Gehirn und einem Cyberspace. Die KI kann das wesentlich schneller, darum hat Elon Musk „Neuralink“ ins Leben gerufen. Gleichzeitig erkennt Elon Musk was viele Milliardäre nicht erkennen, nämlich die Bedeutung/Gefahr der künstlichen Intelligenz in der Anwendung in unethischen Bereichen. Deshalb hat er 10 Millionen USD in das  „Future of Life Institute“ investiert, um zusammen mit  Gründer Max Tegmark, ein schwedischer IT-Professor, Forschungen und Arbeiten der künstlichen Intelligenz in unethischen Bereichen entgegenzuwirken und die Gesetzgebung dazu zu bringen sich dementsprechend einzuschalten und zu regulieren, was gemacht werden darf. Ich brauche ihnen ja nicht sagen, was passiert, wenn man Embryonen-Forschung mit künstlicher Intelligenz kombiniert, oder genetische Forschung mit Nanotechnologie. Die Gefahren, die sich aus der unethischen Anwendung der exponentiell wachsenden Technologien hervorkommen, kombiniert mit künstlicher Intelligenz, sind ein Vielfaches gefährlicher, als das, was wir damals mit der Atombombe hatten. Die meisten Regierungen haben das leider nicht auf dem Radar. Wir sehen das auch in den sozialen Medien, die „Social Engineering“ gestartet haben, an den Gesetzgebern vorbei, an unserer Demokratie vorbei. Um dem entgegenzuwirken hat Elon Musk sich sehr stark für die ethische Anwendung von künstlicher Intelligenz eingesetzt. Daraufhin sind die „Asylomarpets“ entstanden, die zusammen mit dem ehemaligen Quantenphysiker Stephen Hawking, der inzwischen verstarb, unterschrieben wurden, um dagegen zusteuern. Die Richtung, auf die wir uns jetzt mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, ist sehr, sehr gefährlich für die Menschheit. Inzwischen sieht man es auch in der sozialen Polarisierung. Ebenfalls in der Katastrophe der Wahlen der Vereinigten Staaten. Man sieht was da passiert, wenn die Menschen aufhören an Wissenschaftler zu glauben und plötzlich auf Facebook, Google und Amazone Politik betreiben und so die Menschen manipulieren, an der Wissenschaft vorbei, um ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. So entsteht Feudalismus. Ein paar Feudalherren, die Milliardäre sind und die diktieren, wie bei uns der soziale Konsens stattfindet, nämlich durch ihre Gier auf Profit. Auf der anderen Seite sehen Sie die Staaten, wie z.B. China, die sehr viele gute Sachen machen, wo allerdings die Demokratie nicht unbedingt hochgehalten wird, zumindest nicht sichtbar. Das ist der heutige Stand. Die Demokratie ist in Gefahr. Die westliche Welt dominiert durch die Feudalherren, die Milliardäre und auf der anderen Seite die Autokratie, in der der Mensch keine Privatsphäre mehr hat und dauernd kontrolliert wird. Wir befinden uns, laut Daniel Spachtenberger, im 3. Weltkrieg, nur sind wir uns dessen nicht bewusst.

Thema „Hochbegabung“. Wir hatten schon im Vorfeld über dieses Thema gesprochen und ich habe festgestellt, dass es einen großen Unterschied gibt, wie man, beispielsweise, in den USA zu diesem Thema, wie man in  Deutschland damit umgeht, steht. Wo man in den USA versucht „Überdurchschnittliches“ zu bündeln, traut man sich in Deutschland, gefühlt, nicht mal darüber zu reden. Es wirkt arrogant und abgehoben. Woran liegt das, hat das mit den unterschiedlichen „Bildungssystemen“ zu tun?

Mein Mann und mein Sohn sind beide hochbegabt. Mein Mann hat aus purer Neugierde vor Jahrzehnten sich testen lassen und wurde Mitglied von Mensa und natürlich, als unser Sohn auf die Welt kam, wollte mein Sohn wissen, ob er auch einer von „Denen“ ist. Ich selbst halte ich nichts von diesen Tests, habe mich auch nie testen lassen. Interessanterweise ist unser Sohn, als er älter wurde, aus Mensa ausgetreten aus dem einfachen Grund, dass er der Meinung ist, dass das Fachidioten sind. Das sind Menschen, die auf IQ setzen und alle anderen Formen von Intelligenz, die über das Kognitive hinausgehen, vernachlässigen. Dazu beglückwünsche ich ihn, weil ich Wissenschaftlerin bin und laut Howard Gardener, der Harvard Professor ist, gibt es neun Formen von Intelligenz, wobei kognitive Intelligenz, das was in den IQ Tests gemessen wird, nur eine davon ist. Wir sind aber ganzheitliche Menschen. Wir denken nicht nur, wir fühlen, wir lieben, wir haben ein spirituelles Verständnis. Wir gehen in Dimensionen durch die der kognitive Modus die Welt zu betrachten, gar nicht möglich wären. Deshalb setzte ich mich für die ganzheitliche Betrachtung von Intelligenzen ein. Dafür steht auch AQAL, also „All Quadrants“. Die Anwendung der ganzheitlichen Betrachtung der Psychometrie ist die Grundlage unserer Investitions-Philosophie. Mir nützt es nichts in Teams zu arbeiten, in denen das Kognitive im Vordergrund steht, ungeachtet dessen, was moralisch zum Tragen kommt. Als wir noch in Silicon Valley lebten, kam eine Gruppe von Unternehmern auf uns zu, die Games entwickeln wollten. Furchtbare Horrorfilme, die in Games umgewandelt werden sollten. Wir wissen alle, dass die Gamingindustrie einer der größten und schnell wachsenden Industrien ist, in der man am meisten und am schnellsten Geld machen kann. Auch wenn mein Sohn, oder ich und viele andere gerne spielen, wir haben ganz bewusst beschlossen, dass wir sowas nicht unterstützen wollen. Die Menschen werden dadurch negativ beeinflusst und in einer Art und Weise geprägt, die ganz subtil passiert. Emotional gaukelt man uns etwas vor ohne dass wir uns dazu bewusst entschieden haben. Deswegen finde ich es äußerst wichtig, dass wir die Definition von „Hochbegabung“ entsprechend verändern und erweitern, weil Menschen multidimensional sind. Wie wir Hochbegabung zurzeit definieren, ist alt und macht überhaupt keinen Sinn mehr. Wir müssen die Politik verändern, dass sie nicht mehr rückwärts gerichtet ist und genauso müssen wir Hochbegabung, Menschen und Gesellschaften und andere Arten von Bemessungen erweitern. Wir sehen es auch in der LGBT und der Q-Bewegung, also grundverschiedene Bewegungen, Woman-Made und andere, wie die Multidimensionalität des Menschseins zum Tragen kommt. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung. Damit transformiert sich natürlich auch unsere Gesellschaft. Das was früher als IQ außerordentlich wichtig war, um an irgendeiner Schule oder Universität zugelassen zu werden, das was gegolten hat, verändert sich. Das Bildungssystem ändert sich alleine schon durch die Probleme des Klimawandels. Wir müssen auf die Kinder und die Menschen in einer ganz anderen Art und Weise eingehen, z.B. in Kindergärten auf die moderne Methode wie Elon Musk und andere Milliardäre es tun. Auch von Silicon Valley weiß ich, – sie können es sich auch leisten – dass sie eigene Schulen gründeten, die mit anderen Methoden arbeiten und die Kinder dort abholen, wo sie  und ihre Fähigkeiten sind, um diese voranzubringen. Nicht in einer Weise, so wie ich das gelernt habe. Man muss das so machen und wenn man aufgerufen wird, steht man auf und steht gerade. Dann sitzt man still und weiß nicht, was noch alles kommt! Das ist nicht mehr zeitgemäß. „Hochbegabung neu definieren“ wäre eine zusammenfassende Antwort dazu.

Haben Sie schon mal daran gedacht ein „Hochbegabten Zentrum“ in Deutschland zu gründen, wo hochbegabte Menschen aus sämtlichen Bereichen und Berufsfeldern, hauptsächlich für die Forschung und Wissenschaft zusammen kommen und innovativ zusammen arbeiten?

Daran habe ich noch nicht gedacht, alleine deswegen, weil es nicht mein Metier ist. Das überlasse ich den Experten. Unsere Forschungszentren, unsere Universitäten sind voll von Hochbegabten. Ich habe mich zwar selbst nie testen lassen, aber da ich fünf akademische Abschlüsse habe und ich sagen würde, dass das überdurchschnittlich ist, ist das nichts anderes als Hochbegabung. Es ist irrelevant. Das Wichtige was ich in dem Zusammenhang der heutigen Krisen sagen möchte ist, dass es außerordentlich wichtig ist, dass solche Menschen in solchen Foren und auf solchen Plattformen zusammenkommen. Und das ist genau dort, wo ich aktiv bin. Ich gründe sowas nicht, sondern ich schließe mich sowas an. Für die Probleme der Zeit gibt es keine Patentlösung. Menschen die hochbegabt sind, zudem Sie wahrscheinlich gehören, sonst würden wir das Gespräch nicht haben, müssen zusammen kommen. Damit die Lösungen, wie im Englischen – Emerging – entwickelt werden können. Die Voraussetzung dafür ist ein weitgehendes Verständnis für die Problematik zu entwickeln, welches wir zurzeit nicht haben. Diese Foren sind wichtig und in einigen bin ich selbst sehr aktiv. Ein Forum heißt „The Consilience Project“, gegründet von Daniel Schmachtenberger, den ich vorhin erwähnte. Dort kommen großartige Menschen zusammen. Gruppen wie „Club of Rome“ zählen dazu, die Probleme aus der Perspektive des Klimawandels ansprechen. Es gibt in der Schweiz beispielsweise, eine Organisation, die von der Schweizer Regierung ins Leben gerufen worden ist, um genau die Anwendung von exponentiell wachsenden Technologien zu thematisieren und alles im Bezug auf die Sicherheit der Menschen, im Bezug auf die Zukunftssicherheit, Arbeitsplätze usw.. Sie ist finanziert von der Schweizer Regierung. Das müsste man in Deutschland auch haben und zwar verstärkt. Wir müssen weg von dem aufeinander rumhacken, was so stark in der deutschen Gesellschaft und in den sozialen Medien verbreitet ist. Wenn die Medien leider Gottes mitmachen davon wegzukommen, dann gibt es die Hoffnung, dass wir mit entsprechenden Lösungen kommen können. Es gibt zwar Teillösungen, aber ganzheitliche Lösungen sind nicht vorhanden, weil wir die Problematik nicht verstehen. Dadurch, dass wir die Problematik nur zum Teil verstehen, ist die Politik reduziert und spricht nur einen Teil der Probleme an. Wir sind viel zu sehr damit beschäftigt aufeinander zu zeigen – Der ist schlecht, sie ist schlecht – und dabei zeigt die Erde uns auf, dass das so nicht weitergeht.

Innovation entsteht durch eine Vision, einer Idee. Wenn man nun „Thinktanks“ weltweit mit einander vernetzt, wie es auch bei „Club of Rome“ oder „Commitee of 300“ der Fall ist, sollte man meinen, dass dem Wohl der Menschheit nichts mehr im Wege steht. Glauben Sie an eine, einheitliche, wohlmöglich zentralgesteuerte Verwaltungspolitik, die es den verschiedenen Ländern und Nationen erlaubt mit Hilfe von KI und der Digitalisierung interdisziplinär zu kommunizieren und zu interagieren?

Die Menschheit ist divers. Das was für ein Land, ein Volk oder für eine Volksgemeinschaft gut sein kann, ist nur zum Teil für eine andere gut. Diese Diversität muss berücksichtigt werden, bei allen Lösungen die wir vorschlagen. Und schon gleich gar nicht, wenn es darum geht künstliche Intelligenz anzuwenden, weil die KI nicht künstlich entstanden ist, sondern von Menschen gemacht wurde. Die ist genauso gut, wie Menschen, die das entwickelt haben. Das ist das, was mir, Elon Musk und anderen auch zurzeit große Sorge macht. Die Problematik ist, dass die Menschen die die KI programmieren, eine ziemlich idiotensichere Ausbildung bekommen, die nur auf das Kognitive und auf die Programmierung eingeht. Diese Programmierer werden nicht allumfassend ausgebildet. Sie bekommen keine „emotional mass“, keine psychologische Trainings, keine ganzheitliche Einweisung in die Erde als Großes. Dementsprechend sind die Lösungen genauso, wie sie selber sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine KI so, wie sie heute ist, von diesen Programmierern programmiert wurde, entsprechende Lösungen aufbringt. Deswegen müssen wir außerordentlich vorsichtig sein mit solchen Vorschlägen. Die Diversität ist wichtig, der Dialog ist wichtig, die Vielseitigkeit ist wichtig und die Bereitschaft ein Mindshift vorzunehmen um das Bewusstsein zu retten. Elon Musk ist der Meinung, dass wir es nicht schaffen uns und die ganze Menschheit dementsprechend zu retten. Deswegen setzt er darauf, dass die Technologie sich weiterentwickelt um das Bewusstsein, das sagt er ja auch offiziell, was man ebenfalls in meinem Buch nachlesen kann, anderweitig außerhalb der Erde oder in irgendwelchen anderen Gremien, Kriterien, Plätzen gerettet werden kann. Diese Meinung habe ich nicht, ich hoffe, dass er unrecht hat und ich tue alles „to prove him wrong“ ! Aber das ist genau das, was er will, deshalb setzt er das auch ein. Ich hoffe, dass wir klüger sind als das.

Sie sind ein Hoffnungsschimmer am Himmelszelt. Ich habe Ihnen bei allem gerne zugehört. Ich schätze Elon Musk zwar sehr, aber natürlich hoffe ich, dass er in der Thematik die Sie gerade angesprochen haben unrecht hat und würde gerne allen Zuhörern sagen, folgen Sie Frau Dr. Mariana Bozesan und Ihren Arbeiten. Das ist eine Frau, die wirklich nicht nur im Wohle der Allgemeinheit handelt, sondern auch denkt. Man spürt es regelrecht, dass Sie tiefgründige Visionen und Ideen haben.  Es war mir ein große Freude, Sie persönlich kennen zu lernen! Vielen Dank Frau Dr. Mariana Bozesan.

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